Abwasser

1994 wurde das Abwasserwerk der Stadt Waldbröl als eigenbetriebsähnliche Einrichtung gegründet. Es ist zuständig für die hoheitliche Pflichtaufgabe der Abwasserbeseitigung im Gebiet der Stadt Waldbröl. Dabei betreibt das Abwasserwerk das Kanalisationsnetz und die dazu erforderlichen technischen Einrichtungen. Die Reinigung der im Gebiet der Stadt Waldbröl anfallenden Abwässer erfolgt in verschiedenen Kläranlagen des Aggerverbands sowie in einer Kläranlage in der Nachbargemeinde Windeck. Ihr Abwasser wird durch uns fachmännisch abgeleitet und aufbereitet.

Ansprechpartner

Kundenservice Abwasser
Ludmilla Kolemaskin
02291 / 9268-115
ludmilla.kolemaskin@stadtwerke-waldbroel.de

Gebühren Abwasser
Sabine Graalfs
02291 / 9268-112
sabine.graalfs@stadtwerke-waldbroel.de

Technische Leitung
Markus Mitze
02291 / 9268-102
markus.mitze@stadtwerke-waldbroel.de

Hausanschlüsse, Bauanträge
Markus Franken
02291 / 9268-104
markus.franken@stadtwerke-waldbroel.de

Hausanschlüsse
Kilian Siepe
02291 / 9268-109
kilian.siepe@stadtwerke-waldbroel.de

Hauptkanal, Baumaßnahmen
Rüdiger Reifenrath
02291 / 9268-108
ruediger.reifenrath@stadtwerke-waldbroel.de

Niederschlagswasser-Überprüfung
Ingenieurbüro Fischer, Katharina Beus
02291 / 9268-21
nwp@stadtwerke-waldbroel.de

Das Abwasserwerk ist ein Fachamt der Stadt Waldbröl (Fachbereich IV) und ist ansässig in dem Betriebsgebäude der Stadtwerke Waldbröl GmbH. Die Betriebsführung des Abwasserwerks erfolgt durch die Stadtwerke Waldbröl GmbH im Rahmen eines bestehenden Betriebsführungsvertrags. Zuständiges Aufsichtsgremium ist der Betriebsausschuss der Stadt Waldbröl.

Zu den Aufgaben des Abwasserwerkes gehören unter anderem:

  • die Abwasserbeseitigung im gesamten Stadtgebiet gemäß § 53 Abs. 1 Landeswassergesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (LWG NRW), insbesondere die Sammlung des Abwassers,
  • die geordnete und allgemeinwohlverträgliche Beseitigung von Niederschlagswasser
  • der Ausbau und die Unterhaltung des Kanalnetzes
  • die Sanierung des Kanalnetzes, um eine Verunreinigung des Grundwassers durch Schmutzwasser zu verhindern,
  • die Erschließung der Grundstücke im Rahmen der Abwasserentsorgung

Gebührensätze

1) Die Grundgebühr wird veranlagt je Grundstückanschlussleitung 2) Die Grundgebühr wird veranlagt je Anlage/Grube

Rechtliche Grundlagen

  • Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW)
  • Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen ( EigVO NRW)
  • Betriebssatzung für das Abwasserwerk der Stadt Waldbröl

Detaillierte Informationen rund um das Thema Abwasser können Sie unseren Satzungen entnehmen. Darüber hinaus ist das Abwasserwerk zuständig für den Bau und Betrieb von Kanälen (Regen-, Schmutz-, Mischwasserkanäle) und Pumpwerken sowie für die Entsorgung von Schlamm aus Kleinkläranlagen und Abwässern aus abflusslosen Gruben. Die Abwasserbeseitigung teilt sich auf in die Ableitung des Schmutzwassers und des Niederschlagswassers. Die Ableitung des Abwassers im Stadtgebiet erfolgt entweder über eine Kanalisation im Trennsystem für jeweils Schmutz- und Niederschlagswasser oder im Mischsystem. Rund 98% der bebauten Grundstücke sind an einem dieser Kanalsysteme angeschlossen. Zurzeit werden die Abwässer von etwa 19.200 Einwohnern, die im Gebiet der Stadt Waldbröl wohnen, über das öffentliche Kanalnetz abgeleitet. Das vorhandene Abwassernetz im Stadtgebiet mit einer Gesamtlänge von 232 Kilometern und ca. 5.900 Schachtbauwerken teilt sich in folgende Kanalnetzlängen auf:

  • 78 km Schmutzwasserkanäle
  • 47 km Abwasserdruckrohrleitungen für Schmutzwasser
  • 48 km Mischwasserkänäle
  • 59 km Regenwasserkanäle

Satzungen

Die aktuellen Satzungen als PDF-Download.

Entwässerungssatzung

Entwässerungssatzung vom 07.07.2010

Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung

Satzung vom 25.03.2010
I. Nachtrag vom 09.02.2011
II. Nachtrag vom 15.02.2012
III. Nachtrag vom 05.12.2012
IV. Nachtrag vom 12.11.2014
V. Nachtrag vom 28.01.2016
VI. Nachtrag vom 11.05.2016

Satzung über die Entsorgung von Inhalten aus Grundstücksentwässerungsanlagen

Neufassung Klärschlammsatzung

 

Störungsmeldung

In Fällen von Abwassermissständen im Freigefälle- oder Drucksystem können Sie die Störung unter folgender Rufnummer 02291 / 85-188 oder über unser Online Störungsformular melden.

Die Technik des Abwasserwerks Waldbröl

Das Mischsystem

Im Mischsystem werden Schmutz- und Niederschlagswasser gemeinsam in einem Kanalrohr abgeleitet. Um die Kläranlage zu entlasten, werden im Mischsystem Stauräume und Regenbecken gebaut. Dort kann das Abwasser zwischengespeichert, mechanisch gereinigt und zeitverzögert zum Klärwerk geleitet werden. Bei außergewöhnlich starken Niederschlägen werden die Grenzen der Aufnahmekapazität des Kanalsystems deutlich. Wenn das Stauvolumen erschöpft ist, läuft das nicht klärpflichtige stark verdünnte Abwasser über sogenannte Abschlagsbauwerke in die jeweiligen Fließgewässer.

Das Trennsystem

Im Trennsystem werden Schmutzwasser und Niederschlagswasser in zwei voneinander getrennten Kanälen abgeleitet. Die Schmutzwasserkanäle leiten das häusliche, gewerbliche und industrielle Abwasser über evtl. Pumpwerke zur Kläranlage. Der Vorteil ist, dass das Abwasser in gleichmäßig konzentrierter Form anfällt und die mitunter großen Regenwassermengen nicht durch die Kanäle, Druckrohre und Reinigungsanlagen transportiert werden müssen. Die Regenwasserkanäle nehmen die auf privaten und öffentlichen Flächen anfallenden Niederschläge auf und führen dieses Wasser in geordneter Form über Versickerungsanlagen dem Grundwasser zu oder leiten es direkt in Fließgewässer ein.

Technische Einrichtungen

Zur Behandlung der Abwässer werden folgende technische Einrichtungen vorgehalten und betrieben:

  • 1 Klärwerk im Gebiet der Stadt Waldbröl (Brenzingen; Betreiber: Aggerverband)
  • 2 Klärwerke außerhalb des Stadtgebietes im Oberbergischen Kreis (Homburg-Bröl und Brüchermühle; Betreiber: Aggerverband)
  • 2 Klärwerke außerhalb des Stadtgebietes im Rhein-Sieg-Kreis (Büchel und Windeck; Betreiber: Aggerverband bzw. Gemeindewerke Windeck)

Entsorgungssystem

Darüber hinaus sind für eine geordnete Abwasserfortleitung umfangreiche technische Entsorgungssysteme und sogenannte Sonderbauwerke erforderlich:

  • 1 Regenüberlaufbauwerk (Betreiber: Aggerverband)
  • 7 Regenrückhaltebecken (Betreiber: Abwasserwerk)
  • 1 Retentionsbodenfilterbecken (Betreiber: Aggerverband)
  • 2 Regenrückhaltebecken (Betreiber: Aggerverband)
  • 1 Regenüberlaufbauwerk
  • 1 Abwasserdükerbauwerk
  • 3 Regenklärbecken
  • 137 Regenwasser- Einleitungsstellen
  • 21 Abwasser- Sammelpumpwerke
  • ca. 5.400 Grundstücksanschlussleitungen